2019 Rollkunstlauf EuropameisterschaftNach einem dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften für Showgruppen im Rollkunstlauf kam für das Show-Quartett des TV Jahn Wolfsburg, bestehend aus den Schwestern Saskia und Denise Dannehl, Michelle Kammerer und Merle Hagedorn sowie Trainerin Saskia Nischan, die Nominierung zu den Europameisterschaften sehr überraschend. Eine kleine Besetzungsänderung hatte dazu geführt, dass das junge Quartett, das in den letzten Jahren in der Jugendklasse regelmäßig unter den „Top Ten“ auf der EM der Showgruppen zu finden war, in diesem Jahr erstmalig in der obersten Altersklasse gegen harte Konkurrenz antreten musste. Somit hielten sich die Erwartungen für eine gute Platzierung auf der diesjährigen EM in Reggio Emilia (Italien) am vergangenen Wochenende in Grenzen. Ziel war es, die beste Leistung zu zeigen und damit nicht als Schlusslicht von der Fläche zu gehen. 

Das Team trat die lange Reise nach Italien am Tag vor dem Wettkampf mit dem Auto an, wobei eine der Läuferinnen an diesem Tag noch ihr Mathe-Abitur schreiben und mit dem Flieger hinterherreisen musste, sodass am nächsten Tag zum morgendlichen Training alle wieder vereint waren. Das Glück, dass sie mit der späten Startnummer 9 für den Wettkampf am Nachmittag gezogen hatten, wollte jedoch nicht anhalten. Nachdem zwei Läuferinnen während der Kür zum Thema „Time“ durch ein unglückliches Timing bei einer gemeinsamen Figur gestürzt waren, kam es bei einer späteren Hebung zu einem weiteren Sturz, da eine der Läuferinnen mit einer Rolle im Rock der anderen hängen geblieben war. Diese beiden Pannen waren umso ärgerlicher, weil das restliche Programm sehr ordentlich gelaufen wurde. Damit hatte das Quartett in der B-Note hohe Abzüge zu verkraften und der Gesamteindruck des Programms wurde in Mitleidenschaft gezogen. Im Endergebnis mussten sie mit dem letzten Platz (16) vorlieb nehmen. Lediglich der deutsche Wertungsrichter hatte das Quartett auf Platz 15 vor dem Quartett aus Estland gesehen. Trainerin Saskia Nischan machte den Läuferinnen jedoch keine Vorwürfe. „Dabei sein“ war in diesem Fall das Motto. Das zweite deutsche Quartett (DM-Erster) aus Kiel, belegte am Ende den 14. Platz.

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